Kombucha – das kalte Gärgetränk

Was ist Kombucha?

 

Unter den Namen Kombucha versteht man eine Symbiose verschiedener Hefen zu einem so genannten Kombuchapilz (Teepilz). Asxomyceten und Essigsäurebakterien bilden den Grundstock für den Kombucha, ein Gärgetränk, das mit gesüßtem Tee und Kombuchapilz hergestellt wird. Die Hefen vermehren sich im Tee vegetativ und bilden auf dessen Oberfläche eine Schicht. Auch dieses Getränk wird zu den so genannten Superfoods gezählt, wegen seiner erhöhten Nährstoffdichte und seiner verschiedenen Wirkungen, die diese beeinflusst.

Ursprünglich stammt Kombucha aus Asien. In der chinesischen Küche der alten chinesischen Kaiserdynastien soll es ein beliebtes Nahrungsmittel gewesen sein. Erst im frühen 20ten Jahrhundert wurde es auch von Europa entdeckt und verwendet.

Was enthält Kombucha?

  • Spurenelemente

Kombucha enthält verschiedene Spurenelemente, wie z. B. Zink oder Mangan. Diese werden im Zubereitungsprozess des Tees herausgelöst und können vom Körper aufgenommen werden.

  • Vitamine

Eines der wichtigsten Inhaltsstoffe von Kombucha ist der hohe Vitamingehalt. Kombucha enthält die Vitamine B1, B6 und B12. Außerdem das Vitamin C. Damit kann der tägliche Bedarf des Körpers an unterschiedlichen Vitaminen optimal gedeckt werden.

  • Stoffwechselprodukte

Bei der Vergärung der Hefen entstehen verschiedene Stoffwechselprodukte, wie z. B. Essigsäure und Milchsäure. Diese wirken sich positiv auf den Organismus des Körpers aus.

 

Welche Wirkungen hat Kombucha?

  • Heilende Wirkung

Wie viele Superfoods hat auch Kombucha eine heilende Wirkung durch die Fähigkeit der Entgiftung des Körpers. Kombucha bindet im Körper Giftstoffe, die über die Nahrung oder von außen auf den Körper einwirken. Außerdem hat des durch seine abführende Wirkung den Effekt, dass dieses gebundenen Giftstoffe sofort aus dem Körper ausgeschieden werden können.

  • Stärkung des Immunsystems

Durch den hohen Vitamingehalt an unterschiedlichen Vitaminen hat Kombucha eine vitalisierende Wirkung auf das Immunsystem des Körpers. Es wird dadurch gestärkt und der Körper ist besser gegen Krankheiten von außen gewappnet.

 

Welche Nebenwirkungen hat Kombucha?

  • Gefahr bei falscher Herstellung:

Gesundheitsgefährdend kann Kombucha werden, wenn hygienische Voraussetzungen bei der Herstellung nicht beachtet werden und es zu einer unbemerkten Schimmelbildung kommt. Wird Kombucha dann eingenommen, kann es für den Konsumenten negative gesundheitliche Folgen haben.

  • Alkoholgehalt:

Im Gärungsprozess von Kombucha entstehen alkoholische Stoffe, die den Alkoholgehalt des Getränkes erhöhen. Es kann daher vorkommen, dass Kombuchagetränke einen erhöhten Alkoholgehalt aufweisen, welcher vom Konsumenten nicht sofort bemerkt wird.

  • Diabetiker:

Der durch die Gärung entstehende hohe Gehalt an Zucker wirkt sich denkbar ungünstig für Diabetiker aus. Deshalb wird empfohlen dieses Gärgetränk als Diabetiker zu meiden. Es gibt allerdings auch eine Variante von Kombucha mit wenig Zucker. Dies muss aber schon beim Herstellungsprozess beachtet werden.

  • Fehlende wissenschaftliche Studien:

Die heilende Wirkung von Kombucha ist allerdings nicht ausreichend mit wissenschaftlichen Studien belegt. Hierfür müsste durch eine Testreihe nachgewiesen werden, dass Kombucha den Gesundheitszustand tatsächlich verbessern kann.

 

Wie stelle ich Kombucha her?

Der Kombuchapilz entsteht durch die Symbiose verschiedener Hefen in Vermischung mit Tee in einem Gärgetränk. Empfohlen werden die Teesorten Grün- oder Schwarztee (stark gezuckert). Bei der Gärung des Getränks sollte es verschlossen und kühl aufbewahrt werden. Lässt man Kombucha allerdings zu lange stehen, wird Essig daraus.

Die Zubereitung eines Kombuchagetränks kann allerdings nach Zubereitungsart stark variieren. Verschiedene Faktoren wie z. B. Wasserqualität, Zuckermenge, Gärdauer oder Raumtemperatur können einen erheblichen Einfluss auf die Wirkungen des Kombuchagetränks haben. Je nach Zubereitungsart werden daher unterschiedliche Mengen an Inhaltsstoffen oder Zeit- und Temperaturvorgaben empfohlen.

Wichtig ist bei der Herstellung auch, dass darauf geachtet wird keine Schimmelbildung entstehen zu lassen. Deswegen muss der Pilz immer Kontakt zur Teeflüssigkeit haben. Auch muss darauf geachtet werden, dass bei der Vergärung keine Mikroorganismen in das Getränk geraten und sich dann vermehren. Die Folge ist die Entstehung einer Schimmelkultur, die das Getränk ungenießbar und gesundheitsgefährdend macht.

Da es viele Möglichkeiten gibt ein Kombucha-Getränk herzustellen, wird nachfolgend eine Beispielanleitung für die Herstellung gegeben.

 

Herstellungsanleitung

  • Welche Zutaten benötige ich zur Herstellung eines Kombucha-Getränkes?
  • 1 Kombucha Pilz mit 100 ml als Absatzflüssigkeit
  • Ca. 8 g Tee
  • 1 Liter Wasser
  • 100 g Zucker
  • 1 Gefäß aus Glas oder Keramik für den Gärprozess
  • 1 luftdurchlässiges Abdecktuch
  • 1 Gummiring zum Abdichten des Gefäßes bei der Gärung

 

Wie stelle ich ein Kombucha-Getränk her?

Bringen Sie zuerst den vorbereiteten Liter Wasser zum Kochen. Dann geben Sie 8 Gramm Tee dazu und lassen diesen ziehen.

Der Tee muss 15 Minuten ziehen, damit sich die Inhaltsstoffe des Tees lösen, die der Kombucha als Nahrung braucht. Es wird empfohlen Grün- oder Schwarztee zu verwenden, da bei diesen Teesorten die gesunden Inhaltsstoffe fast vollständig erhalten bleiben.

Lösen Sie den Tee in 100 Gramm Zucker auf.

Empfohlen wird dabei Rohrzucker zu verwenden, da dieser einen hohen Anteil an Melasse hat. Naturbelassene Melasse liefert dem Körper wichtige Spurenelemente. Als Alternative kann auch Weißzucker verwendet werden, allerdings ist dieser sehr arm an Melasse. Honig ist dabei kein guter Ersatz für Zucker, da dieser den Wachstum des Kombuchapilzes hemmt.

Lassen Sie den Tee abkühlen.

Der Kombuchapilz kann sich nur im abgekühlten Tee entwickeln. Bei heißem Tee wird er abgetötet. Deshalb sollte der Tee immer erst auf Zimmertemperatur abgekühlt werden, bevor der Kombuchapilz dazugegeben wird.

Geben Sie den Kombuchapilz mit dem fertigen Kombucha-Getränk in das Gärgefäß. Das Kombucha-Getränk ist dabei die Absatzflüssigkeit. Dann geben Sie den abgekühlten Tee dazu.

Das vergorene Kombucha-Getränk bildet sich in der Teeflüssigkeit als Absatz. Achten Sie darauf, dass das Gärglas eine möglichst große Oberfläche hat, damit sich ein großer Teepilz auf der Oberfläche bilden kann. Der Kombuchapilz hat nun ein perfektes Klima zum Wachsen.

Verschließen Sie das Gargefäß mit einem luftdurchlässigen Abdecktuch und einem Gummiring.

Das Tuch sollte nicht zu dünn sein, sodass Staub eindringen kann, aber auch nicht zu dick, sodass keine Luft in das Gärgefäß gelangt. Beides verhindert oder verunreinigt den Kombuchapilz, so dass er nicht mehr verwendet werden kann.

Lagern Sie das Gärgefäß an einem warmen Platz.

Das Gärgefäß sollte nach Möglichkeit an einem ca. 20 C warmen Platz gelagert und nicht bewegt werden, sonst wird die neu gebildete Pilzhaut zerstört. Der Teepilz sollte auch vor der Sonne geschützt werden, da diese sein Wachstum verhindert. Der entstandene Teepilz sollte weißlich sein, ist er bläulich oder grünlich hat sich Schimmel gebildet, dann kann die Einnahme des Getränks gesundheitsgefährdend sein.

Nach 6 – 14 Tagen ist das Getränk fertig gegärt und kann ich Flaschen abgefüllt werden.

Es wird empfohlen das Getränk mindestens 6 Tage gären zu lassen. Bei wärmeren Temperaturen gärt es schneller als bei kalten. Ob der Teepilz reif ist, erkennen Sie am Wachstum im Gefäß oder durch eine kleine Kostprobe. Dabei sollte der Pilz einen süß-säuerlichen Geschmack entwickelt haben. Nach dem abfüllen sollten die Flaschen kühl gestellt und nicht verschlossen werden, da das Getränk weiter gärt. Normalerweise hält sich nun das Getränk zwischen 1 und 2 Wochen.

Die nun gebildete Absatzflüssigkeit des neuen Getränks kann zusammen mit dem gewachsenen Kombucha-Pilz für die nächste Kultur verwendet werden. Dabei sollten Sie ihn aber vor der nächsten Verwendung mit kaltem Wasser abwaschen.

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